Die Keltenbergbahn

Die Keltenbergbahn beginnt im äußersten Südwesten Deutschlands, berührt dann südlich von Keltenhain Frankreich und endet schließlich in Basel in der Schweiz endet. Die Bahnlinie führt durch die landschaftlich zu gleich malerische und atemberaubende Region des Keltenberges, der durch eine gewaltige tektonische Verwerfung entstanden ist und die Topologie nördlich des Rheinknies verändert hatte. Das Gebiet ist einerseits eine attraktive Region für Besucher aus aller Welt, die überwiegend mit der Bahn anreisen, andererseits ein Quell wirtschaftlich erfolgreicher Aktivitäten, die regen Güterverkehr mit sich bringen.

Die Strecke bietet neben durchgehenden internationalen Fernverkehren einen abwechslungsreichen trinationalen Nahverkehr, umfangreiche Güterverkehre und als Highlight touristische Langstreckenverkehre unter anderen nach Teheran. Zentrum der Region ist Keltenhain mit seinem verkehrsreichen Bahnhof, von dem auch die Strecke in den Erholungsort Höllenbronn abzweigt.

Auch wenn der real existierende Teil der Keltenbergbahn lediglich den Bahnhof Keltenhain sowie etwas Strecke der Keltenberg- und Höllenwaldbahn umfasst, sollen diese Seiten den gesamten Kontext darstellen. Zudem werden nach und nach Informationen, Berichte und Erfahrungen zum Bau der Keltenbergbahn bereitgestellt.

 

Patenrechtsverletzung durch C.G. Haenel zulasten ADS offenbar bestätigt

Nach Presseberichten, unter anderem der Süddeutschen Zeitung zieht das Bundesverteidigungsministerium den Zuschlag für das neue Sturmgewehr der Bundeswehr an den Hersteller C.G. Haenel zurück. Hintergrund sei die Prüfung einer möglichen Patentrechtsverletzung durch C.G. Haenel.


Die Süddeutsche Zeitung berichtet am 09.10.2020 von der möglichen Patenrechtsverletzung


Bereits am 16.09.2020 hatte Benito Draxler, Vertriebschef der Adolf Draxler Schuss GmbH (ADS) mit Sitz in Keltenhain in einer ungewohnt öffentlichen Stellungnahme die C.G. Haenel der Patentrechtsverletzung bezichtigt. Draxler stellte die Behauptung in den Raum, dass sich die C.G. Haenel den lukrativen Auftrag mit ihrem Sturmgewehr MK556 nur sichern konnte, da “mehr von unserem X36 als von jeder anderen Waffe drinstecke“.

Das Vergabeverfahren scheint nun wieder offen zu sein. Die ADS zeigt sich zufrieden, Benito Draxler: “wir sind froh, das unsere Eingaben bezüglich der Patentrechtsverletzungen ernst genommen und geprüft werden. Es steht außer Frage, dass die Prüfung zu unseren Gunsten entschieden wird. Es gibt kein Sturmgewehr auf dieser Welt, mit dem Gegner wirksamer eliminiert werden können als mit unserem X36”. 

Offen bleibt indes, ob der Auftrag nun an die ADS oder an Draxlers Erzfeind Heckler und Koch gehen wird. 

 

 

EZA: Erhöhter Verschleiß an Einstiegstüren zum Fahrradabteil

Das Eisenbahn-Zentralamt nimmt hiermit amtlich Stellung zu Diskussionen über erhöhten Verschleiß an Fahrzeugen mit Fahrradbeförderung. Von mehreren Aufgabenträgern wurde wiederholt erhöhter Verschleiß und Beschädigungen am Außenbereich des Fahrzeugs in Frage gestellt und Nachträge von EVU diesbezüglich abgelehnt.

Das EZA nimmt ausdrücklich nicht Stellung zur Bewertung der Berechtigung von Nachträgen in Verkehrsverträgen. Die Bewertung muss in Abhängigkeit der konkreten Vertragsgestaltung erfolgen und liegt nicht in der Kompetenz des EZA.

Das EZA stellt jedoch fest, dass an Fahrzeugaußentüren mit Zugang zu Fahrradabteilen tatsächlich ein erhöhter Verschleiß und Beschädigungen auftreten. Bei einer Bereisung des Streckennetzes der Usedomer Bäderbahn UBB konnte eine exemplarische Dokumentation erstellt werden:

 

Außentüre am Fahrzeug 9580 0 946 611-0, Typ GTW des Herstellers Stadler, im Einsatz des Fahrzeughalters UBB mit deutlich erkennbaren Schäden an der Türe mit Zugang zum Fahrradabteil.

Außentüre am Fahrzeug 9580 0 946 111-1 des Fahrzeughalters UBB ohne Zugang zum Fahrzeugabteil. Erkennbar sind keine Beschädigungen unterhalb und an der Türe vorhanden.

EZA erteilt dem Hessischen Rundfunk eine Rüge

Das Eisenbahn-Zentralamt Keltenhain (EZA) erteilt dem Hessischen Rundfunk (HR) eine Rüge wegen Zurschaustellung von grober eisenbahntechnischer Ahnungslosigkeit in der Öffentlichkeit. Hintergrund ist ein Bericht der Hessenschau, in dem das ehemalige Bahnbetriebswerk als “Bahnstellwerk in Dillenburg” bezeichnet wird.

Der Präsident und in dieser Funktion auch Sprecher des EZA, Dr. Reto Rüti, findet scharfe Worte: “gerade ein öffentlich-rechtliches Medium sollte durch ein Mindestmaß an Recherche keine derart irreführenden Begrifflichkeiten verwenden.” Zumal, so Rüthi weiter, der einleitende Text unter dem Video den Begriff “Bahnbetriebswerk” korrekt verwendet. Dies erwecke zusätzlich den Eindruck, dass “zur  Ahnungslosigkeit möglicherweise Nachlässigkeit hinzukommt”. Die Bewertung journalistischer Arbeiten liege jedoch nicht in der Kompetenz des EZA.

Außerhalb des Protokolls scherzte Rüthi, dass in einem Lokschuppen eines Bahnbetriebswerks Lokomotiven abgestellt werden, somit die Einheit aus Lokschuppen und Drehscheibe im Wortsinn durchaus etwas von einem “Bahnstellwerk” hätten. Mit ernsten Blick fügte er jedoch hinzu: ein Stellwerk ist ein definierter Begriff im Eisenbahnwesen, der nichts mit dem Stellen von Lokomotiven zu tun habe – weshalb der Fehler grob irreführend sein könne.

 

Screenshot des HR zum Video "Das Bahnstellwerk in Dillenburg"
Einbindung eines Videos der Hessenschau auf der Internetseite des Hessischen Rundfunks (06.10.2020)
https://www.hessenschau.de/tv-sendung/das-bahnstellwerk-in-dillenburg-seit-40-jahren-industrieruine,video-133904.html

Empfehlung des EZA nach sicherheitsrelevanter Feststellung auf Bahn außerhalb des Zuständigkeitsbereichs

Das Eisenbahn-Zentralamt stellte bei einer regulären Informationsbetrachtung einer Bahn außerhalb des Zuständigkeitsbereichs sicherheitskritische Mängel fest: Die Verlegung der Gleise ist unzulässig und mit nicht akzeptablen Risiken verbunden. Als Risiko mit höchster Eintrittswahrscheinlichkeit wird der Absturz von Fahrzeugen eingestuft. Selbst unter Berücksichtigung des Aspekts der vorläufigen und probeweisen Inbetriebnahme der Strecke ist die Sicherheit für den Weiterbetrieb nicht gegeben.

Die sicherheitskritische Gleisverlegung ist zum Zeitpunkt 0:45 deutlich zu erkennen.

Das EZA erklärt ausdrücklich seine fehlende Zuständigkeit. Das EZA spricht deshalb eine “dringliche, freundschaftliche Warnung” aus und empfiehlt eine Streckensperrung bis zur Herstellung wirksamer Absturzsicherungen. Im Verantwortungsbereich des EZA wäre eine umgehende vollziehende Verfügung zur sofortigen Einstellung des Betriebs erlassen worden.

Das EZA erklärt sich dankbar, dass der verantwortliche Betreiber der Warnung des EZA zeitnah nachkommen will (https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1161472&sb1=zentralamt#aw99).

IfwF kommentiert Spiegel-Artikel

Stellungnahme zum Artikel des Spiegel “Klimakrise – Die Katastrophe ist da…” von Kurt Stukenberg, erschienen am 16.09.2020

Das populärwissenschaftliche Institut für wahrheitsgerechte Forschung IfwF mit Sitz in Col d’Argent hat einen Artikel des Spiegel kommentiert.

“Die Katastrophe ist da…”

In dem Artikel setzt sich der Gründer und Präsident Prof. Nült mit der Botschaft des Spiegels auseinander, wobei die klimaleugnende Haltung des Instituts deutlich zum Vorschein tritt. Allerdings trifft Prof. Nült auch einen Kern der Problematik:  Während der Spiegel-Autor Kurt Stukenberg für eine Lösung die Notwendigkeit fordert  „Wirtschaft, Politik, ganze Gesellschaften und jeder Einzelne müssen sich ändern“ schätzt Prof. Nült dies – insbesondere eine Veränderung des Einzelnen – als hochgradig unrealistisch ein. Betrachtet man den mangelnden Veränderungswillen und zähen Fortschritt in Bezug auf den Klimawandel neutral, kann dieser Sichtweise ein gewisser Realismus nicht abgesprochen werden. Auch Greta Thunberg kommt mit der Aussage “Alle haben versagt” zu diesem Schluss.

Prof. Nült stellt eine eigene Lösung für das Problem dar, diese ist populärwissenschaft allerdings kaum zu überbieten: Aus dem Meer solle Wasser abgepumt, entsalzt und in die austrocknenden Gebiete gegossen werden. Damit seien sowohl die Probleme des steigenden Meeresspiegels, als auch die zunehmende Trockenheit in einigen Gebieten wie Kalifornien gelöst. Zur Vermeidung einer impliziten Bestätigung des Klimawandels stellt Prof. Nült klar, dass die Lösung unabhängig von den Ursachen für steigende Meeresspiegel und Trockenheit anwendbar seien.

Abschließend berichtet Prof. Nült von Gesprächen mit der U.S.-Regierung und Präsident Trump über eine konkrete Umsetzung der Maßnahmen.  Eine Anfrage hierzu im weißen Haus blieb bislang unbeantwortet.

Schaubild aus der Videobotschaft von Prof. Nült, das den Lösungsansatz des IfwF gegen steigende Meeresspiegel und austrocknende Landschaften skizziert.

Draxler Schuss bezeichnet Ordonnanzwaffenvergabe der Bundeswehr als skandalös

Benito Draxler bezichtigt C.G. Haenel der

Patentrechtsverletzung

Die in Keltenhain ansässige Waffenschmiede Adolf Draxler Schuss GmbH (ADS) sieht sich ungern in der Öffentlichkeit. Ein großer Mantel des Schweigens soll die blutigen Geschäfte im Ausland und in Kriegsgebieten verhüllen, nicht nur um Unruhen und Rufschädigungen für das Unternehmen durch Friedensaktivisten und Demonstranten klein zu halten, sondern auch um der Stadt Keltenhain die üppigen Gewerbesteuereinnahmen zu sichern – dies ohne die weiße Weste der Politik in Keltenhain zu verunreinigen. Die ADS fokussiert sich heute auf Cyber-Kriegsführung und Söldnerleistungen, letztere verbergen sich hinter einem komplexen internationalen Geflecht von Beteiligungsunternehmen und Kooperationen. Drittes Standbein der ADS ist nach wie vor ein klassisches Waffenprodukt, das Sturmgewehr X36. Das X36 besitzt in Fachkreisen einen hervorragenden Ruf, das komplexe Zusammenspiel aus Gewicht, Lauflänge, Munition und Zielgenauigkeit werde perfekt beherrscht, wie selbst Harald Kujat, Ex-General der Bundeswehr und ehemaliger Aufsichtsratschef des Wettbewerbes Heckler & Koch anerkennend feststellte.

Umso erstaunlicher, dass sich Benito Draxler, Vertriebschef und Mitglied der Unternehmerfamilie in dritter Generation, in die Öffentlichkeit wagt und hierbei relativ harsch auftritt. Anlass ist die Vergabe der Ordonnanzwaffen für die Bundeswehr, mit 120.000 Sturmgewehren ein prestigeträchtiger Großauftrag in der Branche. Die Vergabe sei in mehrfacher Hinsicht ein großer Skandal, so Draxler, einzig positiv sei der Umstand, dass Heckler & Koch nicht zum Zug gekommen sei. Der Erzrivale aus Oberndorf am Neckar galt in der Tat als Favorit, trotz der bekannten Schwierigkeiten mit dem aktuellen Sturmgewehr der Bundeswehr, dem G36. Der Auftrag ging nun an C.G. Haenel, ein kleiner Waffenhersteller im thüringischen Suhl, allerdings im Eigentum des staatlichen Waffenkonzern aus Abu Dhabi.

„Die Vergabe an C.G. Haenel ist untragbar“, so Draxler, „einerseits ist C.G. Haenel nicht in der Lage einen Auftrag in dieser Größenordnung abzuarbeiten – andererseits verletzt das angebotene MK556 Patente der ADS.“ Tatsächlich ist hierzu seit einigen Monaten ein Patenstreit im Gange. Draxler ist sich sicher, dass C.G. Haenel die technische Bewertung nur gewinnen konnte, weil „da mehr von unserem X36 als von jeder anderen Waffe drinstecke“. Immerhin scheint Draxler stolz darauf zu sein, dass selbst „ein billiges Plagiat des X36 besser sei als die Schrottflinten von Heckler & Koch“.

Der eigentliche Skandal aber sei der Ausschluss von ADS im Vergabeverfahren unter Nennung -laut Draxler- fadenscheiniger Gründe. „Wir haben sichere Belege dafür, dass die Vergabe nicht nach fairen Kriterien bestimmt werden sollte, sondern dass hier bewusst C.G. Haenel als Teil eines staatlichen Waffenkonzerns der Vereinigten Arabischen Emirate gestärkt werden sollte“ führt Draxler aus. Eine Teilnahme der ADS mit dem X36 WW03-01 hätte laut Draxler alle Wettbewerber chancenlos gelassen. Belege für eine unsaubere Vergabe bleibt er schuldig, mit dem Verweis auf das laufende Verfahren.

Auf Nachfrage sei im Hause ADS noch keine Entscheidung gefallen, ob man juristische Mittel gegen die Vergabe einleiten will. Er mache dies unter anderem von einer kurzfristigen Einigung im Patentstreit mit C.G. Haenel abhängig. Risiko eines Einspruchsverfahren sei laut Draxler, dass Heckler & Koch durch „korrupte Methoden“ doch noch zum Zuge komme.

Heckler & Koch gilt als stark verschuldet, der Verlust des Großauftrags um das Sturmgewehr der Bundeswehr könnte die wirtschaftlichen Schwierigkeiten verstärken, auch wenn Vorstandschef Jens Bodo Koch sein Unternehmen auf der Hauptversammlung kürzlich als wieder profitables Unternehmen präsentierte. Benito Draxler, ganz der kriegstreiberischen Familientradition treu bleibend: „Wir sind gut gerüstet, wir haben Zugriff auf die besten Söldner weltweit, wir haben die präziseren und durchschlagskräftigeren Waffen. Ein Besuch in Oberndorf wäre für uns ein Spaziergang, für Heckler & Koch die Apokalypse“.

Der Ausgang des Vergabeverfahren der Bundeswehr bleibt weiterhin offen und angesichts der vielschichtigen Interessenslage wird ein komplexes Verfahren erwartet. Für die ADS hat der kurze öffentliche Auftritt ihres Firmenchefs bereits Konsequenzen. Aus Kreisen der Keltenbergbahn verlautete, dass für den 26. September Trassen für mehrere Sonderzüge zum Bahnhof Mühlgarten angemeldet sind, von wo üblicherweise die Demonstranten vor die Werkstore der ADS und dann in die Innenstadt von Keltenhain ziehen. Das Ordnungsamt der Stadt Keltenhain bestätigte die „Anmeldung von Kundgebungen am 26. September“, hielt sich aber bedeckt über Anmelder, Art und Umfang der geplanten Aktionen.

Draxler Schuss bietet schusssichere Corona-Masken an

Die Pandemie führt zu Ausnahme der Unternehmensphiliosophie

Die Adolf Draxler Schuss GmbH (ADS) in Keltenhain bietet bislang keine Schutzausrüstung an. Firmenchef Benito Draxler machte in einem Interview vor zwei Jahren deutlich, dass dies Teil der Firmenphilosophie ist: „Schutzausrüstungen wie schusssichere Westen sind für uns kein sinnvolles Produkt. Unser Prinzip lautet Angriff ist die beste Verteidigung: Der Einsatz unserer Waffen bringt unsere Kunden in die einzigartige Situation, in jeder Situation den Gegner zuerst zu erlegen – und zwar bevor dieser überhaupt schießen kann.“

Inwiefern die Draxler nachgesagte Selbstironie hier unterschwellig mitschwang, lässt sich im Nachgang nicht mehr feststellen. Tatsache ist jedenfalls, dass er seine Prinzipien unter den aktuellen Umständen aufweichte. In einer unserer Redaktion vorliegenden Kundenmitteilung wird eine „schusssichere Corona-Schutzmaske“ beworben, die einen sicheren Schutz gegen Waffen anderer Hersteller biete. Die Aktion wird im Fyler erwähnt: „Unter den aktuellen Umständen sehen wir uns zu außergewöhnliche Maßnahmen getrieben und möchten zum Schutz der Soldaten unserer Kunden eine Corona-Maske anbieten, die gleichzeitig einen zusätzlichen Sicherheitsgewinn bietet“. Am Ende kehrt ADS mit einem fett gedruckten Disclaimer zu seinen Prinzipien zurück „Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die angebotenen Masken aufgrund der einzigartig hohen Präzision und Schlagkraft keinen Schutz gegen Waffen aus unserer Produktion bieten. Handfeuerwaffen aller bekannten sonstigen Hersteller sind durch die einzigartige Technologie der ADS-Corona-Schutzmasken jedoch wirkungslos.“

Eine Nachfrage bei ADS zu Verkaufszahlen und tatsächlicher Verwendung der Maske im Kriegsgeschehen bliebt unbeantwortet.

Sensation: D&Z Eisenbahn mit moderner Lokomotive

Die Dittmann & Zimmer Eisenbahnverkehrsgesellschaft ist dafür bekannt, ausschließlich Fahrzeuge aus dem Bestand der Deutschen Bundesbahn einzusetzen und diese in klassischem Altrot zu lackieren. Zu den regelmäßigen Aufgaben der betagten Lokomotiven gehört die Bespannung von touristischen Sonderzügen von Hesse Tours ab Keltenhain.

Heute trauten die in großer Anzahl nach Keltenhain gereisten Eisenbahnfreunde ihren Augen nicht! Statt der angekündigten 230 hing eine hochmoderne Lokomotive der Baureihe 247 “Vectron” vor dem Zug. Kurz ging das Gerücht um, dass Hesse das EVU kurzfristig wechselte, in einer seiner unverwechselbaren aktionistischen Aktionen vor Abfahrt seiner Züge. Allerdings setzte sich rasch die Erkenntnis durch, dass wohl kein anderes EVU den Vectron im Farbkleid einer V200 lackieren würde! Die 230 stand derweil auf Gleis 4, eine V200 auf Gleis 3. D&Z wollte stolz zeigen, was sie an prachtvollen Lokomotiven im Bestand haben!

Auf Nachfrage erklärte Unternehmensinhaber Jonathan Zimmer: “zu unserer höchsten Betrübtheit leiden unsere löblichen, betagten Lokomotiven unter Alterserscheinungen, zuletzt fielen sie wiederholt aus und die Ersatzteilbeschaffung gestaltet sich schwierig”. Sein Kompagnion Tobias Dittmann ergänzte: “die Idee, eine moderne Lokomotive in ein klassisches Farbkleid zu kleiden erschien zunächst absurd, aber wir freundeten uns rasch damit an.” Zimmer fügt hinzu: “Naja, rasch… Zunächst dachte ich öha, das wird das finale Ende der D&Z Eisenbahn”. Als  die Lokomotive nach der Lackierung enthüllt wurde sei er jedoch sofort überzeugt gewesen und sah die Zukunft der D&Z Eisenbahn gesichert. Zimmer musste einräumen: “das, was eigentlich nicht sein darf, ist eingetroffen: eine moderne Lokomotive sieht gut aus!.” Natürlich sollen die historischen Lokomotiven weiter zum Einsatz kommen, für die weiten Strecken im Fernverkehr aber auf die moderne Lok zurückgegriffen werden. Für die Fotografen wurde die V200 kurzzeitig vor den Vectron gespannt, eine geplante Foto-Doppeltraktionsfahrt bis Freiburg musste wegen Getriebeproblemen der V200 entfallen.

Schließlich setzte sich der Zug mit der Vectron in Bewegung, sanft surrend in Richtung Masuren. Am Bahnsteig hatte der wild gestikulierende Auftraggeber Herd Hesse offenbar noch Optimierungspotential entdeckt, was aber keiner vom Zugpersonal mehr wahrnahm.

 

DR – Deutsche Demokratische Reichseisenbahn GmbH

Deutsche Demokratische Reichs-Eisenbahn GmbH

Dem ehemaligen DDR-Reichsbahner Werner Pliedel gelang es unmittelbar nach der Wende, Fahrzeugmaterial aus der DR zu erwerben und zunächst in Kamenz, Dresden-Hafen bzw. Dresden-Friedrichstadt zu hinterstellen. Als “Drahtzieher” wird der ehemalige DDR Verkehrsminister Herbert Keddi vermutet, der einschlägigen Berichten zufolge einen Teil der Reichsbahn auch “im nun drohenden Kapitalismus” erhalten wollte.

Nach der Bahnreform wurde die Deutsche Demokratische Reichseisenbahn GmbH mit Sitz in Dresden gegründet und nahm nach Zulassung als Eisenbahnverkehrsunternehmen den Betrieb im Sonderreisezugverkehr und Gelegenheits-Güterverkehr auf. Werner Pliedel zog sich wenig später aus dem operativen Geschäft zurück, um sich seiner Hauptaufgabe bei einem Eisenbahnunternehmen im Güterverkehr zu widmen.

Die hohe Nachfrage der Sonderzüge nach Keltenhain und Höllenbronn veranlasste das Unternehmen dazu, regelmäßige Verbindungen zwischen Dresden, Binz auf Rügen und Saßnitz anzubieten, teilweise sogar mit Autotransport.


Dem ehemaligen DDR-Reichsbahner Werner Pliedel gelang es unmittelbar nach der Wende, Fahrzeugmaterial aus der DR zu erwerben und zunächst in Kamenz, Dresden-Hafen bzw. Dresden-Friedrichstadt zu hinterstellen. Als “Drahtzieher” wird der ehemalige DDR Verkehrsminister Herbert Keddi vermutet, der einschlägigen Berichten zufolge einen Teil der Reichsbahn auch “im nun drohenden Kapitalismus” erhalten wollte.

Nach der Bahnreform wurde die Deutsche Demokratische Reichseisenbahn GmbH mit Sitz in Dresden gegründet und nahm nach Zulassung als Eisenbahnverkehrsunternehmen den Betrieb im Sonderreisezugverkehr und Gelegenheits-Güterverkehr auf. Werner Pliedel zog sich wenig später aus dem operativen Geschäft zurück, um sich seiner Hauptaufgabe bei einem Eisenbahnunternehmen im Güterverkehr zu widmen.

Die hohe Nachfrage der Sonderzüge nach Keltenhain und Höllenbronn veranlasste das Unternehmen dazu, regelmäßige Verbindungen zwischen Dresden, Binz auf Rügen und Saßnitz anzubieten, teilweise sogar mit Autotransport.

Nach der Klage eines Lokführers aus Rheinland-Pfalz mit Verweis auf das Antidiskrimierungsgesetz musste das Unternehmen 2015 ihren Kodex ändern, nach dem nur Mitarbeiter aus der ehemaligen DDR mit “sozialistischer Gesinnung” eingestellt werden sollten. Das Unternehmen setzt bis heute ausschließlich Fahrzeuge aus dem Bestand der DDR-Reichsbahn ein, die in entsprechender Lackierung verkehren.